Maibaumwache
 

Maibaum 2010, Johanneskirchen 1. Mai 2010

Wie schön war es doch, ganz Bayern habe gezittert und gebangt, Freitag ein Gewitter und bis um 7:00 Uhr früh noch Regen, aber ab 8:00 Uhr dann kam sogar die Sonne raus und wir bereiteten uns auf den großen Tag vor. Ab 10:00 stellten wir dann den Maibaum auf, durch das schöne Wetter kamen viele Johanneskirchner um das Spektakel zu verfolgen.
Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen

Über zwei Wochen wurde der Baum nun gehobelt und bemalt. Die Schilder neu erstellt und nächtelang Maibaumwache gehalten. Für das Aufstellen hatten wir auch dieses Jahr wieder Unterstützung von der Feuerwehr, für die Absicherung. Das Schmuckstück wurde dann vorsichtig mit Krahn aufgestellt. Auch der kirchliche Segen soll uns für die Zukunft helfen, diesen bekamen wir dann auch kurz vor der Aufstellung. Dennoch mussten wir die letzten Handgriffe von Hand erledigen und so stand dann pünktlich um 11:30 Uhr der Baum wieder an seiner gewohnten Stelle.
Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen

So heißt es nun wieder, der Baum steht! Mit einem Böllersalut war unsere Arbeit dann abgeschlossen. Der Baum wird nun wieder für ein paar Jahre stehen und Johanneskirchen genügend Manneskraft geben. Wir bedanken uns bei unserem Baumsponsor Eckardt und den ansässigen Zunften die uns mit den Schildern unterstützten. Weiter bedanken wir uns bei den Böllerschützen des Soldaten- und Kriegerverein Unterföhring die auch den Leuten, die nicht kommen konnten bekannt gegeben haben, das unser Baum nun steht.
Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen Maibaum Johanneskirchen


Die schönen Tänze, wie der Bändertanz oder der Holzhacker Schuhplattler wurden von den Staffelseer München-Nord-Ost Heimat-und Trachtenverein für uns aufgeführt.

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Wir möchten uns auch bei Jörg Tsilighiris von der Dicken Sophie bedanken, der uns und die Gäste mit Musik, Speisen und Getränken versorgte.


© Nathalie Tandler von www.ganz-muenchen.de
v.l.oben Axel Westermann, Helmut Dusch, Andreas Hauser, Herwig Schmidt, Baumstifter Eckardt, Thomas Neumann, Stadträtin Christiane Hacker, Achim Westermann, Frank Brust, Niclas Brust, Klaus Amann, Thomas Klotz

Weitere schöne Berichte finden Sie unter www.ganz-muenchen.de


Maibaumschild Johanneskirchen

Maibaum 2010, Johanneskirchen 16. April 2010

Am Samstag den 16. April wurde der 31,30 m lange Baum aus dem Zornedinger Wald nach Johanneskirchen gezogen. In diesem Jahr ist es nun das zweite mal, dass der Maibaum vom Johanneskirchner Montagsstammtisch aufgestellt wird, gestiftet wird er dieses Jahr von Herrn Eckardt. Die ca. 80 Jahre alte Fichte wird jetzt nicht unweit des Aufstellungsplatzes bewacht und bearbeitet.

Die Mitglieder des diesjährigen Maibaumteams sind (Achim, Westermann, Andreas Hauser, Frank Brust, Herwig Schmid, Jörg Reiner, Klaus Amann, Helmut Dusch, Thomas Klotz und Martin Ruppelt) und sie freuen sich schon auf das Aufstellen ihres Maibaums. Die Zunftschilder werden von Thomas Neumann, Julia Maier und Adolf Neuberger bemalt.

Die Maibaumvorbereitung.
Zum zweiten Mal können die Burschen und Männer aus Johanneskirchen bei der Arbeit ihre Kraft und ihr Geschick unter Beweis stellen. Der Baum wurde aus dem Wald bei Zorneding von den Burschen angebracht und liegt nun seit 16. April in Johanneskirchen neben dem Lokal „Dicke Sophie“ direkt daneben wurde ein Baukontainer zur Maibaumwachzentrale umfunktioniert in der 24 Std. über den Baum gewacht wird.
Nun ist er also da und die Burschen sind mächtig stolz auf ihren Baum. In den nächsten Tagen wird nun gefeilt und gehobelt. Die Embleme, Schilder sind aus Aluminium-Blech angefertigt und werden ebenso noch bemalt. Sie stellen die Kirche, die bayrischen Löwen, und die Zunften der Ortschaft dar.

Festplan
Am Freitag den 30.04.2010 beginnt das Fest um 18:00 Uhr mit dem Start in den Mai im Lokal „Dicke Sophie. Ab 20:30 ist dann Live Musik mit den „Wuidara Pistols“.
Am Samstag geht es dann um 9:00 Uhr weiter mit Weißwurstfrühschoppen ab 10:00 Uhr beginnt dann das Maibaumaufstellen. Ab 11.00 Uhr beginnt der Mittagstisch mit Bierzelt-Schmankerl.
Am Sonntag den 1. Mai 2010 Schafkopfturnier und um 11.00 Uhr dann der Holzfassanstich mit Großem Spanferkelessen.

Auf Ihren Besuch freuen sich das „Dicke Sophie“ Team und der Maibaumstammtisch von Johanneskirchen.


maibaum 2010

v.l. Baumstifter Eckardt, Jörg Tsilighiris, Thomas Neumann, Achim Westermann, Frank Brust, Martin Ruppelt, Klaus Amann, Niclas Brust, Helmut Dusch, Andreas Hauser, Axel Westermann, Herwig Schmidt

 

Maibaum Johanneskirchen, 2005

Das treiben rund um den Maibaum entstand in Johanneskirchen vor ca. 25 Jahren am Montagsstammtisch im Alter Wirt (jetzige Dicke Sophie). Aus einer Bierlaune heraus entwickelte sich dann die Idee in Johanneskirchen einen Maibaum aufzustellen.
Der Geschichte nach, sagte der damalige Wirt noch „das schafft Ihr niemals “ . Dann war es schon geschehen, der Ehrgeiz war geweckt. Der Montagsstammtisch mit den Mitgliedern, (Willi Hartl, Martin Kreuzmair, Erich Lengauer, Ernst Meyer, Herbert Wecker, Karl Schneider, Bernhard Oswald, Karl Obersteg, Max Wanderwitz) begann einen Maibaum aufzustellen.
In diesem Jahr ist es nun so, dass der Baum vom Montagsstammtisch gestiftet wird und die jüngeren, nicht weniger engagierten Johanneskirchner sich freuen den Baum aufzustellen.

Der diesjährige Maibaumstammtisch hat sich schon seit längerer Zeit im Bräustüberl des Waschkesselbieres der kleinen Privatbrauerei in Johanneskirchen getroffen und beim Genuss des äußerst schmackhaften naturtrüben Waschkesselbieres, Gedanken über die Tradition und die Weiterführung dieses alten Brauches in Johanneskirchen gemacht. Der Maibaumstammtisch mit den Mitgliedern, (Axel Westermann, Achim, Westermann, Andreas Hauser, Frank Brust, Herwig Schmidt, Georg Hauser, Klaus Amann, Helmut Dusch) freut sich schon auf das erste Aufstellen ihres Maibaums.

Die Maibaumvorbereitung.
Zum ersten Mal können die Burschen und Männer aus Johanneskirchen bei der Arbeit ihre Kraft und ihr Geschick unter Beweis stellen. Der Baum wurde aus dem Wald bei Zorneding von den Burschen angebracht und liegt nun schon seit ein paar Wochen im Stadel von Frank Brust, ganz in der Nähe des Bräustüberls, das zur Maibaumwachzentrale umfunktioniert wurde. Nun ist er also da und die Burschen sind mächtig stolz auf ihren ersten Baum. In den letzten Tagen wurde gefeilt und gehobelt, seit diesem Wochenende ist der Baum nun auch in traditionellen weißblau bemalt. Die Embleme, Schilder sind aus Aluminium-Blech angefertigt und bemahlt worden. Sie stellten die Kirche, die bairischen Löwen, und die Zunften der Ortschaft dar. Zum Abschließenden Anstrich des Baumes gab es dann ein leckeres Entenessen mit Knödel und Blaukraut für Freunde, Bekannte und Verwandte. Wobei das Bier auch nicht gefehlt hat.

Vorangegangen sind bis jetzt arbeitsame Tage und Nächte, in denen nur durch äußerste Wachsamkeit verhindert werden konnte, dass der Maibaum gestohlen wurde. 3 Angriffe wurden schon abgewehrt. Die berüchtigten Maibaumdiebe Unterbrunner meinten dieser Baum wäre unstehlbar. Diesen Samstag hatten die Johanneskirchner Weiber die Aufgabe auf den Baum aufzupassen, wobei die Burschen mehr Angst hatten, dass Ihnen die Frauen gestohlen werden als der Baum (denn der ist mehrfach abgesichert). Das älteste Maibaummadl war 80 Jahre alt und hat bis in die Morgenstunden mit Kartenspiel munter durchgehalten. Am Tag darauf traf man die Damen nur mit Sonnenbrillen und leichtem blassen Gesichtsausdruck an. Was an diesem Abend wirklich war werden die Burschen nie erfahren.

Ablaufplan
Am Freitag den 29.04.05 beginnt das Fest um 18:00 Uhr mit dem Bieranstich und musikalischer Begleitung durch das Münchner Original Herbert Huber. Am Samstag geht es dann um 11:00 Uhr weiter mit Bierzelt-Schmankerln und ab 14:00 Uhr ein Schafkopfturnier. Bei dem Schafkopfturnier kann jeder mitmachen wer sich davor im Festzelt ab 13:00 Uhr anmeldet können alle mitmachen, wer sich davor im Festzelt anmeldet.
Am Sonntag den 1. Mai 2005 gibt es um 10:00 ein Weißwurstfrühschoppen, mit Begleitung der Festkapelle Oßner. Ab 11:00 beginnt das Maibaum Aufstellen, dazu Tanz der Staffelseher mit ein paar Worten des Maibaumstammtisches und der Schirmherrin: Bezirksausschußvorsitzende Christiane Hacker. Sie können sicher sein dass die Burschen pünktlich sind, denn ab 12:00 gibt es dann zum Mittagstisch Ochs vom Spieß und eine schöne Maß Bier dazu. Die Festwirtsfamilie Bernhard und Siglinde Oßner freuen sich auf Ihren Besuch.

Weitere Informationen und Bilder finden sie weiter unter www.waschkesselbier.de
Maibaum 2005

Ein bischen über den Maibaum....



Mitwirkende 2005
ULLMANN  
PARK INN  
ELEKTRO SCHMID  
RENT AMANN www.rent-Amann.dse
WESTERMANN GÄRTNEREI www.westermann-garten.de
HAUSER ANDREAS / MALER  
DINGES  
DICKE SOPHIE www.dicke-sophie.de
FERINGA / FASCHING www.feringa-radau.de
UNTERREITMAIER  
DRUCKEREI  
CASA MIA  
LANDWIRTE  
STAFFELSEER  
KIRCHE  
   
   


 

 

Der Maibaum allgemein
Die Tradition einen Maibaum aufzustellen geht nachvollziehbar bis ins 16. Jahrhundert zurück. Auf einem Bild des Malers Donauer ist erstmals 1585 ein Figurenmaibaum zu sehen. Auf weiteren Bildern und Votivtafeln 1743 und 1767 ist der Maibaum ebenfalls abgebildet.

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Maibaum in bayrischen Gemeinden Symbol für Staatsbewußtsein in freien Gemeinden.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Maibaum fester Bestandteil der südbayrischen Gemeinden und Städte. Brauchtumsgemäß wird ein Wettstreit benachbarter Dörfer durchgeführt. Dabei kommt es immer auf den größten und schönsten Baum an. Höhen über 30 Meter sind keine Seltenheit. Der Maibaum wird mancherorts mit Rinde aufgestellt. In Oberbayern ist er geschält und weiß/blau angestrichen.

Die Bäume haben am Tag der Aufstellung grüne Wipfel, die mit bunten Bändern verziert sind, sowie einen Kranz um den Stamm. Sie werden mit selbstgeschnitzten Figuren und Zunftzeichen örtlicher Handwerker geschmückt. Ein Spruch, der die Einigkeit des aufstellenden Ortes bezeugt, wird gut sichtbar angebracht.
Gemeinschaftsinn ist insbesondere bei der Aufstellung des Baumes von größter Wichtigkeit.

Im Zusammenhang mit dem Maibaumaufstellen wollen wir auf einen weiteren Brauch, das Maibaumstehlen und -einlösen eingehen.

Der Maibaum wird nach seinem Schlagen zum Ort der Aufstellung gebracht. Dort lagert er bis zum Aufrichten durch die Burschenschaft, wobei oft mehrere Tage vergehen. Er wird Tag und Nacht in wechselnder Schicht von den Burschen des Ortes gut bewacht. Klappt die Bewachung nicht vorzüglich, kann es sein, daß der Nachbarort die Gunst der Stunde nutzt und den Baum entwendet. Dann wird zur Auslöse viel Bier und eine üppige Brotzeit fällig.

Das "Lösegeld" wird, sofern es durch den bestohlenen Ort bezahlt ist, gemeinsam verspeist und getrunken.
Ist ein Ort nicht bereit seinen gestohlenen Maibaum zurückzukaufen, wird dieser als Schandbaum neben dem eigenen aufgestellt. Ein daran angebrachter Spruch läßt kein gutes Haar an dem bestohlenen Ort.

So entstand der Brauch:

Als "Maien" wurde ursprünglich die Birke erkoren. Weil diese als erster Baum aus ihrer Winterstarre erwacht. Die Birke gilt daher als Symbol für Kraft und Anmut, Lebenswillen und Trost, Licht sowie Heiterkeit.

Auch die Fichte wird als Maien, insbesondere in heutigen Tagen, gerne verwendet. Sie treibt im Wonnemonat Mai aus. Sie gilt daher als festliches Symbol für die Ankunft des Lichtes wie der Wärme.

Brauchtum Deutschland:

Seit dem 16. Jhdt ist in Bayern der Brauch, einen möglichst hohen Fichtenbaum mit wehenden, grünen Spitze aufzustellen, mit Kränzen und bunten Bändern behangen, bekannt. Damals schon wurden Prügel- oder gar Gefängnisstrafen für diejenigen verhängt, welche es wagten, sich in den Wäldern ein Bäumchen für den Mai zu organisieren.

Erst im 18. Jhdt bildete sich die typische Form (primär in Oberbayern) des bis zu 40 m hohen Maibaumes, welcher auf mehreren Querleisten ausgeschnittene und bemalte Bildzeichen der Gewerbe (oder Baulichkeiten) eines Dorfes zeigt.

Brauchtum Österreich:

Das Aufstellen des Maibaumes (und dessen Tafeln), geschmückt mit grünem Kranz und bunt wehenden Bändern ist in ganz Österreich gebräuchlich. Ursprünglich galt er als Ehrenzeichen für Mädchen (bzw. Honoratioren). Anno 1466 wurde der Maibaum in Österreich erstmalig belegt. Bereits im 17. Jhdt wurde er damals jedoch verboten. Den Durchbruch schaffte er erneut im 19. Jhdt. und hielt sich bis heute.

Brauchtum Deutschland & Österreich:

Manche pflegen das Maibrauchtum auch zu Ehren der Göttin Maia, der römische Göttin der Fruchtbarkeit. Zwischen Ostern und Pfingsten ist es so mancher Orts Tradition gewesen, den Frühling mit Gesang zu begrüßen und den Maibaum als Lebensbaum aufzustellen. Der Fichte aber auch Birke sei damals allerdings eine längere Lebensdauer vergönnt gewesen als heute, wo der Baum innerhalb weniger Wochen meist den Platz wieder räumen muss. Die Eierkrone
schmückte damals den Baumwipfel, bis der erste Erntewagen (von Ochsen gezogen) im Herbst darunter durchfuhr."

 

Das Baumfällen:

Maibäume wurden früher traditionell stets in der Walpurgisnacht geschlagen. Der Baum musste hierbei so fallen, dass die Spitze unbeschädigt blieb. Auf geschmückten Pferdevierspännern wurde er ins Dorf gezogen, oft begleitet von einer Musikkapelle sowie Schaulustigen.

Unmittelbar nach dem Fällen wird der Baum geschäpst (entastet und entrindet). Soll der Stamm roh belassen werden, wird er direkt zum Aufstellungsort transportiert. Wenn er zum Baumkraxeln benutzt werden soll, wird er vom Schreiner glatt gehobelt und von den Mädchen und Frauen sauber gewaschen.

Ohne Baum-Bewachung wird man aber in solchen Fällen kaum das Auslangen finden, denn irgendwo in der Nachbarschaft warten Burschen nur darauf, dass der Maibaum, der da so sorglos vorbereitet wird, einen Augenblick ohne Bewachung danieder liegt - und schon packen sie tatkräftig schemenhaft zu....

 

Das Aufstellen:

Stahl den Baum niemand oder aber wird er gegen einen Banzen Bier, wie es der Brauch will, von den Baumdieben wieder korrekt zurück gebracht, kann das Aufrichten beginnen. Z.B. auf dem Dorfplatz richtete man ihn mit Hilfe von Stangen auf. Dazu benötigte man viele Männer mit gewaltiger Muskelkraft, sowie massive Balken zum Sichern und Stützen. Ein ungeschriebenes Gesetz schreibt vor, dass das Aufstellen allein mit Muskelkraft zu geschehen hat. - "Manna,
An mancher Orte wird aus Sicherheitsgründen der Baum Mit technischen Hilfsmittel (Krahn) aufgestellt und abgesichert.
packts o - mitanand - hou ruck!" - Nach diesem Ruf des Kommandanten erhob sich der Baum.

 

Maibaum Singen:

Das Publikum mancher Orts stimmte beim Aufrichten (oder danach) des Baumes Frühlingslieder an. Doch was waren das für kleine Hexen, die da um den Baum tollten? Ein Tribut an die alten Germanen, nach deren Erzählungen die Hexen im Mai auf dem Blocksberg tanzten. Die Verbundenheit von Hexentanz und Maifeier geriet jedoch schnell in Vergessenheit, denn
die germanischen Bräuche wurden von der Kirche nicht so gerne gesehen und deshalb verdrängt.

 

Das Aussehen, der Behang:

Schon bei der Auswahl des als Maibaum vorgesehenen Stammes im Wald, ist zu zuvor abzuklären, wie der künftige Maibaum aussehen soll. Ursprünglich war es wohl ein ungeschriebenes Gesetz, den Baumwipfel am Stamm zu belassen, so dass der Maibaum damit seine natürliche Spitze hatte.

Sehr beliebt und auch immer wieder mit festlicher Wirkung sind von alters her Kränze, die gewöhnlich an Bändern aufgehängt, rings um den Stamm schweben und ihrerseits dann oft mit flatternden Bändern in den landestypischen Farben geziert sind.

Aus gleichem Material wie die Kränze werden die Girlanden gefertigt, die besonders bei unbemalten Maibäumen oft spiralenförmig rund um den Stamm gewickelt werden.

Mit Aufkommen und der Verbreitung des "Ortsmaibaumes", entstand der Wunsch dafür, eine Zier zu schaffen, die längere Lebensdauer hat, als das kurzlebige grün und daraus entwickelte sich wohl der Brauch, den Maibaum mit div. Figuren zu schmücken.

Außer Wappen oder sonstige Embleme prangen an vielen Maibäumen im unteren Bereich Tafeln mit der Jahreszahl der Aufstellung oder einer Widmung und oft auch fromme und weniger frommen Sprüchen.



Maibaum-Magie:

Krone
Hier wohnen die guten Geister und höchsten Götter. Fehlt der grüne Wipfel, so ist der Baum entmachtet, seelenlos, kraftlos.

Kranz
Er versinnbildlicht das weibliche Element. Fehlt dieser Kranz, so hat der Baum sein Fruchtbarkeitssymbol eingebüßt.

Bänder am Kranz
Damit wird der Segen des Gedeihens verbunden.

Symbolschilder
Sie zeigen Sinnbilder des dörflichen Lebens aus Bauernstand, Brauchtum wie Handwerk.

Stamm
Er versinnbildlicht Kraft und Gesundheit. Die Rinde muss abgeschält werden, damit sich nicht Hexen und böse Geister in Gestalt von Käfern darin verstecken können.

 

Maibaum und die Liebe...

Maibräuche hegt man in Österreich bereits in der Nacht zum 1. Mai in der "Unruhnacht" (Burschenschaft). Hierbei werden geheime Liebschaften öffentlich bekannt gemacht ("Maisteig"), unliebsameren Personen jedoch wird allerlei Gerümpel vor die Tür gelegt.

Der Maibaum als Liebesgabe ist eine Erfindung der aufkommenden Junggesellenvereine. Die Maibräute wurden im Frühling auf einem großen Fest versteigert. Wer bis zum Herbst die Empfängerin des Baums nicht geheiratet hatte, der musste eben auf die nächste Maibraut warten.

1. Mai - Hochfest Mariä, Schutzfrau Bayerns

Wird in Deutschland regional in bayerischen Diözesen gefeiert.

1616 prägte Herzog Maximilian I. den Ehrentitel "Patrona Bavariae" und wurde als Festtag für das damalige Königreich Bayern für den 14. Mai eingeführt. Erst durch die nachvatikanische Neuordnung der Diözesenkalender wurde es auf den 1. Mai vorverlegt.

 

1. Mai - Gedenktag "Josef des Arbeiters"

Der 1. Mai wird in der Kirche mit dem Gedenktag "Josef des Arbeiters" auch liturgisch gefeiert.

 

Brauchtum, Aberglaube...

Am 1. Mai darf der Landmann (Bauer) nicht backen, weil sonst der Regen am Feld ausbleibt.